"Theres Wey, unabänderbare Bilder"
Der Ausstellungskatalog erschienen anlässlich der Ausstellung
von Theres Wey in der
Kunsthalle Winterthur.
Mit einem Text von Dr. Christine Jenny, Kunsthistorikerin, Zürich.
Format:
17,5 x 21cm,28 S., 17 farb. und 2 s/w Abb.,Englische Broschur, 2004
Gewicht: 210g
... "Ich lasse mich von der Farbe leiten. Gelb und Weiss bis nah
an die Schmerzgrenze,
Leuchten und Blenden", schreibt Theres Wey in ihren Dokumentation.
Die Suche der
Malerin nach der einen Farbe, losgelöst von jeglicher tektonischer
Form, lässt sich bei
den Fleckenbildern am deutlichsten erkennen. Die amorphen Formen der
Flecken so-
wie die transparent aufgetragene hellgelbe, mit weissen Partien durchsetzte
Farbe ver-
hindern, dass sich unser Blick auf der Leinwand verorten kann. Der Eindruck,
dass sich
diese Bilder einem "Be-greifen" entziehen, wird noch dadurch
verstärkt, dass wir beim
Betrachten geradezu geblendet werden. Durch die Helligkeit der Farbe
beginnen sich
vor unseren Augen weisse Flecken zu bilden, so als würden wir direkt
in die Sonne
oder eine andere starke Lichtquelle blicken. Das helle, ja grelle Gelb
reizt das Auge
derart, dass gewisse Partien pötzlich bläulich-violett, andere
hingegen witerhin gelb er-
scheinen. Die Farbveränderungen sind je nach Lichteifall so subtil,
dass wir an unserer
Wahrnehmungsfähigkeit zu zweifeln beginnen. Wir erleben, wie Licht
nicht nur etwas
sichtbar macht, sondern wie es auch etwas unsichtbar machen kann.
...
Aus dem Text "Im Schatten des Lichts" von Dr. Christine Jenny
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